Infobus zur „Herzenssache Lebenszeit“ zog zahlreiche Besucher in Saarlouis an
| Alle

Zum ersten Mal machte der rote Infobus zur Aufklärungsinitiative „Herzenssache Lebenszeit“ am 22.08. in Saarlouis auf dem Kleinen Markt Station. Unser engagiertes Team, das den Tag organisiert hatte, freute sich über enormen Zulauf und beantwortete in persönlichen Gesprächen viele Fragen zu den Themen Schlaganfall, Diabetes, Herz- und Nierenschwäche.
"An welchen Anzeichen man einen Schlaganfall erkennen kann und wann man reagieren sollte, gehörte zu den Fragen, die am häufigsten gestellt wurden“, resümiert Sarah Gößling, Chefärztin der Neurologie. Auf ihre Initiative hin bekam Saarlouis den Zuschlag als Station des auffälligen Doppeldeckerbusses, der im Auftrag von Boehringer Ingelheim in ganz Deutschland Halt macht.
Neben der Möglichkeit, sich Blutzucker und Blutdruck bestimmen zu lassen, nutzten die meisten Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit der Ultraschalluntersuchung ihrer Halsschlagader. Da nahmen sie die kleine Wartezeit bei strahlendem Sonnenschein gerne in Kauf. Im eigens dafür eingerichteten Pavillon wurden die Besucherinnen und Besucher durch Fachärzte der Angiologie und der Neurologie bei einem Ultraschall der hirnversorgenden Gefäße zum individuellen Risiko anhand der erhobenen Befunde beraten. Rauchen, Bluthochdruck und Diabetes standen als wichtigste Risikofaktoren hier insbesondere im Fokus.
Auch unser Team der Anästhesie und Notaufnahme war begeistert, wie gut die angebotenen Reanimationsübungen ankamen. Tobias Schett, Auszubildender zum Pflegefachmann mit integrierter Fachweiterbildung Intensivmedizin und Anästhesie im dritten Lernjahr, war den ganzen Tag vor Ort und unterstützte seine Kolleginnen und Kollegen bei der Aufklärungsarbeit. Für den Azubi eine wunderbare Lernerfahrung, sein bisher erworbenes Wissen weiterzugeben: „Die Menschen waren besonders dankbar, eine Herz-Lungen-Wiederbelebung unter Anleitung mal wieder auffrischen zu können. Viele haben einfach Berührungsängste vor dieser Situation im Ernstfall. Diese abzubauen, war unser Ziel.“ Neben der Reanimation konnte jeder hier die Anwendung eines Defibrillators trainieren, die mittlerweile in allen öffentlichen Gebäuden zu finden sind.
Unterstützt durch die Präsenz der Rettungswache Saarlouis, die den Stützpunkt für drei ihrer RTW kurzerhand auf den Kleinen Markt verlegt hatte und einen Einblick in die Arbeit des Rettungsdienstes gab, konnten wir am Ende dieses Tages eine durchweg positive Bilanz ziehen. Dr. med. Sarah Gößling: „Wir wissen jetzt aus erster Hand, was die Menschen in Sachen Vorsorge zur „Herzenssache Lebenszeit“ am meisten beschäftigt. Sollten wir im nächsten Jahr den Zuschlag erneut erhalten, darf sich die Bevölkerung auf ein noch umfassenderes Programm freuen.“
Herzlichen Dank an alle Akteure, die den Tag mit Leben gefüllt und wichtige Aufklärungsarbeit geleistet haben: Chefärztin Dr. med. Sarah Gößling mit ihrem Team der Neurologie und dem neurologischen Therapieteam, Chefarzt Dr. med. Jürgen Lehmann und seinem Fachpersonal der Angiologie, Chefarzt Markus Rudnick mit seinem Team der Anästhesie und Intensivmedizin, die Kolleginnen und Kollegen der Notaufnahme, alle anderen Helferinnen und Helfer des Krankenhauses und Herrn Vogel mit dem großen Team der Rettungswache Saarlouis.
Wir danken außerdem Sanitätsrat Dr. Thomas Schlechtriemen vom ZRF, OB Marc Speicher und der Stadt Saarlouis, der DRK Schwesternschaft Rheinpfalz-Saar e. V. und dem DRK-Landesverband Saarland e. V. für ihre Unterstützung.
Und über alle Maßen danken wir Ihnen, liebe Besucherinnen und Besucher, für Ihr Interesse an unserem Angebot und Ihre Bereitschaft, Lebenszeit zur Herzenssache zu machen!


